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Sonntag, 26. November 2017

Tag 43: San Telmo, schon wieder...

Was soll ich sagen? So groß Buenos Aires auch sein mag, es gibt hier nicht so viele Sehenswürdigkeiten die mich brennend interessieren... Außerdem hat mich der Heuschnupfen heimgesucht weswegen ich oft ziemlich müde bin. Ok, vermutlich hätte ich mir auch ohne Heuschnupfen nicht viel mehr angeschaut.
Wie dem auch sei, Antoine hat mir geraten heute den Markt von San Telmo auf der Strasse "Defensa" zu besuchen. Sowas hab ich noch nicht gesehen. Ich dachte so an ein paar hundert Meter oder so... Nix da, der geht vom Plaza de Mayo bis zur Strasse "Cochabamba", das sind 1,6 km! Und alles voller Plunder, Antiquitäten, Second Hand Ramsch, China Importe und Hippies die ihre handgemachten Waren verkaufen...


Einzig vor Taschendieben muss man sich ein wenig in Acht nehmen, wer kann es ihnen verdenken?

Was mir immer wieder auffällt, was für uns Deutsche Barcelona ist, das ist für die US-Amerikaner Buenos Aires. Ich schätze mal, dass gut die Hälfte aller Touris US-Amerikaner sind. Dann hört man noch viel Australier, Franzosen und natürlich Deutsche. War mir überhaupt nicht bewusst, dass BA so beliebt bei uns ist. Dann wiederum, wenn man in ein "sicheres" Land in Südamerika will, dann ist es Argentinien.

Ich war übrigens heute mit einer Australierin unterwegs die im gleichen Hostel übernachtet hat. Zusammen mit ihr habe ich mir dann noch Puerto Madero angeschaut. Das ist in etwa so wie die Hamburg Hafencity nur viel kleiner. Wenn der Rest von BA so langsam aber sicher am zusammenfallen ist, hier ist alles neu und glänzt.



Auf der linken Seite des Kanals wurden alte Backsteingebäude, vermutlich alte Lagerhäuser, in attraktive Wohn- und Geschäftsgebäude umgebaut. Viele der Restaurants dort richten sich an die etwas betuchtere Gesellschaft von BA.
Auf der rechten Seite des Kanals entstehen neue Firmengebäude und Wohnkomplexe, was für ein Unterschied zum Rest von BA.

Das bringt mich gleich noch zu einem anderen Thema, der Kluft zwischen Arm und Reich. Hier in Puerto Madero, in Palermo Soho und im Bereich der Avenida 9 de Julio da scheinen die Wohlhabenden zu wohnen. Das sieht man auch den Geschäften, Hotels und Restaurants in dieser Gegend. Da wo ich wohne sieht man schon mal, dass Mülltonnen nach brauchbarem durchsucht werden. Das geht soweit, dass der halbe Inhalt auf der Straße landet. Hier schlafen auch schon mal öfter Leute auf dem Gehweg, mit und ohne Matratze.

Was mir auch immer wieder auffällt, abgesehen von der wilden Elektrik, ist die Absicherung von Baustellen. Hier ein vorbildliches Beispiel, natürlich aus Puerto Madero...



Halterungsgestelle aus Metall und Platten aus neuem Holz, wow. Von Gerüsten scheint man hier allgemein nicht sooo viel zu halten. Im Rest der Stadt wird aus dem Metall für die Tragekonstruktion dann altes Holz das mit Nägeln und dickem Draht zusammen gehalten wird. Aus dem tollen Holz wird dann altes Holz oder gar rostiges Wellblech.

So, und jetzt habe ich genug von der Großstadt!!! Es ist laut, sooo laut, hier kommt die Müllabfuhr um 23:00. Geht ja auch nicht anders, bei dem Verkehr. Außerdem ist Abgasreinigung hier ein Fremdwort... In den Club geht man erst so gegen 02:00 früh, dafür dann aber bis um 06:00 morgens. Ich will hier weg... Eine Woche noch, Freitag geht's mit dem Bus nach Iguazu.

5 Kommentare:

  1. Australierin, aha. Kollektives :D von der Kaffeetheke...

    "Im Rest der Stadt wird aus dem Metall dann altes Holz das Nägeln und dickem Draht zusammen gehalten wird. Aus dem tollen Holz wird dann altes Holz oder gar Wellblech."
    Zum Glück sind Deine QSPs besser verständlich :)

    Ganz liebe Grüße von der Kaffeetheke!

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  2. Ich glaube jetzt hab ich den Satz endlich verstanden...

    JP wollte die ganze Zeit wissen wie die dort aus altem Holz Wellblech machen 😃 dann vielleicht auch aus neuem Holz Silberblech, der Stein der Weisen....

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  3. Also so wie die Gehwege, Strassen und Gebäude aussehen haben sie den noch nicht gefunden :-D

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